Basiswissen Wein I

Das deutsche Weingesetz legt einen Mindeststandard an, ist aber für uns einerseits viel zu unübersichtlich und andererseits auf der Etikettierung nicht klar genug, als dass es uns hilft. Mit der amtlichen Prüfnummer ist lediglich erkennbar, dass es sich mindestens um einen Qualitäts- und Prädikatswein handelt.Die Winzer haben sich deshalb in verschiedenen Verbänden zusammengeschlossen und sich Qualitätskriterien gesetzt, die weit über den gesetzlichen Standard hinausgehen.

Zunächst einige Grundlagen über Öchsle, Zucker, Säure und Schwefelsäure: Die Öchsle Grade geben an, wie viel Gramm Zucker pro Liter Traubensaft enthalten ist.Zucker, besser gesagt der Restzucker, ist der nach der vollendeten Gärung im Wein verbliebene Zucker gemessen in Gramm/Liter. In trockenen Weinen ist praktisch kein Zucker vorhanden.

Säure oder auch hier besser gesagt die Säuren (Wein- Zitronen- Apfelsäuren etc.) sind schon in den Beeren enthalten. Bei der Essigsäure handelt es sich um eine flüchtige Säure, die in größeren Mengen im Wein unerwünscht ist. Kleine Mengen hingegen sind von Vorteil, da sie den Wein sehr ansprechend machen. Mit einer zweiten Gärung wird auf biologischem Weg die scharfe Apfelsäure in die mildere Milchsäure umgewandelt.

Schwefeldioxyd (SO2) gibt man dem Wein bei, um eine Oxydation bei der Weinherstellung zu verhüten. Ein Teil verbindet sich mit dem Zucker und wirkt dann konservierend. Der zulässige Schwefelanteil im Verhältnis zum Restzucker ist gesetzlich festgelegt. Je mehr Restzucker, desto höher kann der Schwefelanteil sein. Dies ist ein Grund dafür, warum sich Auslesen länger lagern lassen, als ein trockener Qualitätswein.

Diese Stoffe in die richtige Balance zu bringen, ist vom Können des Winzers abhängig.